Sarah
Nico Beyer | DE | 2025 | Deutsch mit UT
Inhalt
Inmitten der stärksten Spannungen zwischen Israel und dem Iran, schließen sich iranische und jüdische Studierende in Düsseldorf zusammen, um gemeinsam ein Zeichen gegen Terror zu setzen.
Geschichte der Beziehungen zwischen Israel und Iran
Bis zur Islamischen Revolution 1979 unterhielt der Staat Iran relativ normale, teils sogar freundliche Beziehungen zu Israel; der israelisch-iranische Austausch reichte in einigen Bereichen bis in die 1970er Jahre. Mit der Revolution 1979 änderte sich dies grundlegend: Die neue iranische Führung brach die diplomatischen Beziehungen ab, begann eine explizit anti-israelische Rhetorik und unterstützte politisch und materiell Gruppierungen und Akteure, die Israel ablehnen. Seitdem prägen Misstrauen, offene Feindseligkeit und wiederkehrende sicherheitspolitische Spannungen (u. a. über Irans Nuklearprogramm, Raketen-/Drohnen-Einsätze und verdeckte Aktionen) das Verhältnis. Dieser historische Bruch ist die Grundlage für die heutige Konstellation, in der regionale und globale Konflikte (einschließlich der Stellvertreterkonflikte) immer wieder neue Spannungen zwischen Teheran und Jerusalem erzeugen.
Juden in Deutschland — Zahlen & Kennzahlen
Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland ist klein im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung, dennoch ist sie eine der größten in Europa. Schätzungen gehen von insgesamt rund ~200.000 Jüdinnen und Juden in Deutschland aus; etwa 90.000–95.000 von ihnen sind in den offiziellen Gemeinden organisiert. Die Community ist heterogen. Sie setzt sich zusammen aus Zugewanderten (insbesondere aus der ehemaligen Sowjetunion), deutsch-jüdischen Familien und vielfältigen religiösen Strömungen (von orthodox bis liberal). Das „Gemeindebarometer“ des Zentralrats liefert aktuelle Einblicke in Selbstverständnis, Religiosität und Sicherheitsgefühl der Gemeindemitglieder.
Jüdischsein heute – Erhöhte Gefahr beim öffentlichen Zeigen jüdischer Identität
Seit dem 7. Oktober 2023 und dem sich anschließenden Kriegsgeschehen im Nahen Osten hat sich die Bedrohungslage für Jüdinnen und Juden in Deutschland deutlich verschärft. Zahlreiche Monitoring-Organisationen und staatliche Berichte dokumentieren einen starken Anstieg antisemitischer Vorfälle (Bedrohungen, Beleidigungen, Vandalismus, teils auch körperliche Angriffe) – 2023 gab es bereits einen markanten Zuwachs, und 2024 blieben die Zahlen auf einem hohen Niveau bzw. stiegen in Teilen weiter an. In der öffentlichen Wahrnehmung und in Statements von Betroffenen wird oft betont, dass das offene Zeigen jüdischer Symbole (z. B. Kippa, Israel-Fahne) seit 2023 mit noch größerer persönlicher Unsicherheit verbunden ist als es zuvor bereits der Fall war; viele Jüdinnen und Juden berichten von verstärktem Sicherheits- und Rückzugsdruck.
Regisseur: Nico Beyer
Kamera: Christoph Wißing
Schnitt: Michael Mieke
Ton: Mayermal
Land: Deutschland
© 2025 JEWLIF
Weitere Filme
Über 60sec.mentsh
60 Sekunden
können einiges verändern.
60secs.mentsh ist eine Dokumentarfilmreihe, die jüdisches Leben in Europa als selbstverständlichen und bereichernden Teil unserer Gesellschaft sichtbar macht.
In Zusammenarbeit mit dem renommierten Filmemacher Nico Beyer haben wir mit 60sec.mentsh eine europaweite Dokumentarfilmreihe entwickelt, die jüdisches Leben in all seinen Facetten zeigt. Wir erzählen authentische Geschichten von Menschen, die bewegen, verbinden und Vorurteile hinterfragen – in 60 Sekunden.
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Ein authentisches, kreatives Porträt eines jüdischen Menschen in Europa. Ob Alltag, Beruf, Familie oder Kultur. Erlaubt ist, was berührt, bewegt oder überrascht.
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